Elf kirchliche Einrichtungen unter einem Dach

Evangelische Landeskirche Württemberg

Mit einem Festgottesdienst und einem Tag der offenen Tür ist am Sonntag, 3. April in Calw das neue evangelische „Haus der Kirche“ eröffnet worden. Elf kirchliche und diakonische Einrichtungen, die bisher auf vier Standorte verteilt gewesen waren, sind jetzt gemeinsam untergebracht in dem neu renovierten ehemaligen Postgebäude in der Calwer Badstraße 27.

 

Nach dem Festgottesdienst in der Calwer Stadtkirche durchschnitt der württembergische evangelische Landesbischof Frank Otfried July in Anwesenheit von Dekan Erich Hartmann und dem Calwer Oberbürgermeister Manfred Dunst das grüne Band, das so den Zugang zum neuen Haus der Kirche freigab. Die Einweihung sei ein Festtag für die Stadtkirchengemeinde und den Kirchenbezirk, sagte Dekan Hartmann, auch wenn zur Freude über das neue kirchliche Zentrum der Abschiedsschmerz hinzukomme: Das traditionsreiche Andreähaus wird gleichzeitig als Gemeindehaus aufgegeben und soll verkauft werden. Dessen dringend nötige Sanierung sowie zusätzlich erforderliche Brandschutzmaßnahmen wären nur schwierig zu finanzieren gewesen, hatte Dekan Hartmann bereits im Gemeindebrief erklärt: Die entsprechenden Finanzmittel brauche man auch für andere kirchliche Gebäude und nicht zuletzt für die historische Stadtkirche. Dass die entsprechenden Beschlüsse einstimmig gefallen seien, wertete Hartmann jetzt als Vertrauensbeweis.

 

Das vom Kirchenbezirk erworbene, jetzt barrierefrei zugängliche Haus der Kirche beherbergte früher die Post und zuletzt die Fachhochschule. Jetzt befindet sich im Erdgeschoss neben der Diakoniestation auch der Gemeindesaal, der nun ebenfalls nach dem ehemaligen Calwer Pfarrer und späteren Stuttgarter Hofprediger Johann Valentin Andreä benannt ist. Im ersten Obergeschoss residieren der Evangelische Diakonieverband Calw, die Diakonische Bezirksstelle mit ihren Beratungsangeboten sowie die Mitarbeitervertretung. Im zweiten Stock findet man das Bezirkskantorat, die Evangelische Erwachsenenbildung, die Kirchliche Verwaltungsstelle, die Kirchenpflege und die Kirchenbezirkskasse. Im Dachgeschoss sind das Bezirks- und das Stadtjugendwerk eingezogen.

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