Kurt Rommel ist gestorben

Stuttgart. Die Evangelische Gesellschaft (eva) trauert um Pfarrer Kurt Rommel. Der langjährige Chefredakteur des Evangelischen Gemeindeblattes für Württemberg ist am 5. März in Stuttgart-Bad Cannstatt gestorben. Er wurde 84 Jahre alt. Ab 1974 stand er 17 Jahre lang an der Spitze der Redaktion. Rommel war daneben Autor von über 100 Büchern, hat über 800 Lieder sowie mehr als 1000 Kanons geschrieben und komponiert. Die Trauerfeier für Rommel findet am 11. März um 14 Uhr in der Lutherkirche in Fellbach, Kirchplatz 1, statt. Anschließend ist die Beisetzung auf dem Kleinfeldfriedhof in Fellbach.

Geboren wurde Rommel am 20. Dezember 1926 in Kirchheim/Teck. In französischer Kriegsgefangenschaft studierte er evangelische Theologie. Er war Vikar im Schwarzwald, von 1955 bis 1960 Gemeindepfarrer in Friedrichshafen am Bodensee, bis 1966 Stadtjugendpfarrer in Stuttgart-Bad Cannstatt und bis 1974 Pfarrer in Schwenningen. Bundesweit bekannt gemacht haben ihn die Jugendgottesdienste im Kino in Bad Cannstatt Anfang der 1960er Jahre.

Als theologisch verantwortlicher Redakteur fing Rommel am 1. Oktober 1974 beim Evangelischen Gemeindeblatt für Württemberg an, das von der Evangelischen Gesellschaft (eva) herausgegeben wird. Rommel war zunächst theologischer Redakteur, später Chefredakteur der auflagenstärksten evangelischen Kirchengebietszeitung in Deutschland. Ende 1991 ging er in den Ruhestand.

Seine Liedtexte und modernen Melodien sollten Menschen zeitgemäß erreichen. Von den vielen Liedern, die er im Laufe seines Lebens geschrieben hat, finden sich mehrere im heutigen Evangelischen Gesangbuch; selbst in Gesangbüchern in Finnland, Holland, Norwegen und der Schweiz ist er vertreten. Das wohl bekannteste Lied Rommels ist „Gib uns Frieden jeden Tag“; er hat es zusammen mit seinem Freund Rüdiger Lüders geschrieben.

Rommel schrieb darüber hinaus Szenen und Laienspiele, veröffentlichte ein Weihnachtsbuch für Kindergärten sowie Hefte und über 100 Bücher für Gemeindethemen wie Trauer, Jugend oder Konfirmation. Sein Buch „Mut zum Trauern“ erschien 1974, als es noch fast ein Tabu war, über Gefühle und Gedenken beim Tod eines geliebten Angehörigen zu sprechen. Darin schrieb Rommel: „Ich glaube nicht an den Tod, sondern an das Leben, das Gott durch die Auferstehung Jesu Christi gibt, das nicht endet und dann beginnt, wenn ich diesem Jesus vertraue.“

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