Vesperkirche ist „Zuhause im Haus Gottes“

Während der sieben Vesperkirchenwochen hat sich die Stuttgarter Leonhardskirche wieder „zu einem lebendigen Begegnungszentrum“ verwandelt, sagte der württembergische Landesbischof Frank Otfried July heute (5. März) in seiner Predigt zum Abschlussgottesdienst der Stuttgarter Vesperkirche.

„Die Vesperkirche ist nicht nur eine Suppenküche in Kirchenmauern oder eine Sozialstation mit Glockenturm. Sie ist Zuhause im Haus Gottes“, so der Bischof. Gleichzeitig werde mit der Vesperkirche der diakonische Auftrag der Kirche mit Leben gefüllt. July: „Es sind nicht wir, die die Diakonie erfinden, sondern sie ist ein Auftrag Jesu an uns.“ Diakonie bedeute, Hilfsbedürftige zu unterstützen. Sie werfe aber auch die Frage nach der sozialen Gerechtigkeit immer wieder auf.

Es sei nicht gerecht, „dass die Schere zwischen Armen und Reichen bei uns immer weiter auseinander geht und dass ältere Arbeitslose auf dem Arbeitsmarkt keine Perspektive mehr haben“, sagte der Landesbischof. Solchen Menschen, die zu den Verlierern der Gesellschaft gehören, biete die Vesperkirche einen Raum, an dem sie Wertschätzung und Würde erfahren, weil sie mit ihren Problemen und mit ihren Fähigkeiten ernst genommen werden.

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